Frohe Weihnachten und ein leckeres Weihnachtsessen!

Endlich hat das Warten ein Ende, denn es ist so weit – es ist Weihnachten!!! Nun dürfen auch die Geschenke ausgepackt und die Bäuche so richtig mit leckerem Essen vollgeschlagen werden.

Das traditionelle Weihnachtsessen wurde im Mittelalter einen Tag nach dem Heiligabend, sprich am 25. Dezember, ausgerichtet. Es bestand meist aus Klößen und einem Schweinebraten. Da der 24. Dezember zu

Schweinsbraten mit Kartoffelknödel, Quelle: Wikimedia Commons, CC-BY 3.0 Lizenz, von Takeaway.

Schweinsbraten mit Kartoffelknödel, Quelle: Wikimedia Commons, CC-BY 3.0 Lizenz, von Takeaway.

der damaligen Zeit als Fasttag galt, wurde es beim Essen am 1. Weihnachtstag so richtig zugelangt. Jeder Bestandteil des Festtagstisches unterlag einer besonderen Bedeutung, die jedoch mit dem christlichen Weihnachtsglauben noch nichts gemeinsam hatte. Die Klöße, zum Beispiel, wurden zu Ehren der Frau Perchta (in Mitteldeutschland ist es die Frau Holle) gegessen. Es hieß, wer nicht ausreichend Klöße verzehren würde, würde von der Frau Perchta bestraft werden. Deshalb griff man auch hier reichlich zu. Den Weihnachtskarpfen, oder allgemein ein Fischgericht, nahm man zu sich, um Buße zu tun. Der zum Weihnachtsessen gehörende Salat musste aus verschiedenen Pflanzen bestehen, denen heilende Kräfte zugeschrieben wurden.  Der Verzehr von Brot und Salz sollten einen vor dem Tod bewahren. Die Gesundheit wurde von Äpfeln symbolisiert, Linsen und Bohnen hingegen waren ein Symbol für den Wohlstand.

Dieselben traditionellen Weihnachtsmahlzutaten wurden aber auch vom christlichen Brauchtum und Symbolik übernommen. So gehörte der Schweinebraten, welcher nach der Fastenzeit verzehrt werden durfte, weiterhin auf den Festtagstisch. Dabei hatte die extra für das Weihnachtsfest geschlachtete Mettensau die Funktion der Opfergabe. Der Braten wurde oft mit zwölf Äpfeln gereicht, welche für die zwölf Apostel standen und der Vertreibung böser Geister dienen sollten. Auch die Gewürze hatten eine besondere Bedeutung.  Doch im Gegensatz zu dem vor dem Tod bewahrenden Salz, sollten die drei mal drei zum Braten gehörenden Gewürze die Dreifaltigkeit symbolisieren.

Die in Deutschland zum traditionellen Weihnachtsessen gehörende

Weihnachtsgans, Quelle: Wikimedia Commons, CC-BY 3.0 Lizenz, von Jürgen Howaldt.

Weihnachtsgans, Quelle: Wikimedia Commons, CC-BY 3.0 Lizenz, von Jürgen Howaldt.

Weihnachtsgans fand ihren Weg in die Weihnachtstradition erst nach der Zeit des Mittelalters. Man sagt, der Brauch der Zubereitung eines Weihnachtsvogels stamme aus England.

Auch heute noch findet man oft das traditionelle Weihnachtsessen auf den Tischen. Allerdings hält sich bei weitem nicht mehr jeder an die strengen Regeln der religiösen Symbolik. Und das muss ja auch nicht sein. Denn das Weihnachtsessen kann auch nach eigenen Regeln wundervoll sein. Es steht jedem frei zu das zuzubereiten, was einem schmeckt und was einen an einem Festtag erfreut. So kann das Weihnachtsfest auch super lecker mit Kartoffelsalat und Würstchen oder Spätzle und Schwarzwälder Schinken gefeiert werden.

Ob traditionell oder phantasievoll, wir wünschen euch allen ein fröhliches Weihnachtsfest! Genießt die Weihnachtszeit und die freudvollen Tage im Kreise der Familie, Freunde und Bekannten.

Frohe Weihnachten!!!

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